Vaginal-Sonographie

Vaginal-Sonographie

Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung steht Ihnen als gesetzlich versicherte Patientin ab dem 20. Lebensjahr mindestens einmal jährlich, unter Einnahme von Pillen auch halbjährlich, eine frauenärztliche Tastuntersuchung ihres Unterleibs mit einmaliger oder zweimaliger Zellabstrichentnahme vom Muttermund zu.

Bei dieser Untersuchung können grobe Auffälligkeiten erkannt werden. Sollte sich ein auffälliger Tastbefund ergeben, ist dieser durch Ultraschall weiter abzuklären. Diese Vaginal-Sonographie ist in diesem Fall eine Kassenleistung. Ergibt sich jedoch ein unauffälliger Tastbefund werden keine weiteren vorsorglichen Maßnahmen von der Krankenversicherung übernommen.

Wir Frauenärzte empfehlen jedoch mindestens einmal im Jahr eine Untersuchung mit der Vaginal-Sonographie durchführen zu lassen. Diese Untersuchung erfolgt im Anschluss an die Tastuntersuchung. Über das Einführen des Ultraschallstabes in die Scheide ist es uns möglich, die Gebärmutter, die Eileiter, die Eierstöcke, den Darm,  den Douglas (tiefster Punkt des Bauchraumes hinter der Gebärmutter), die Harnblase, die Harnröhre und auch die benachbarten Beckengefäße zu beurteilen. Mit der in unserer Praxis zur Verfügung stehenden, hoch auflösenden Technik sind wir in der Lage, im Regelfall die völlige Unauffälligkeit zu bestätigen und im Ausnahmefall kleinste Veränderungen so früh zu erkennen, dass meistens rechtzeitig therapiert werden kann.

DAZU EIN BEISPIEL

Wir beziehen uns auf eine Zyste am Eierstock. Bei der frauenärztlichen Untersuchung ist diese im Normalfall erst ab einer Größe von ca. sechs bis acht Zentimetern zu ertasten, im Ultraschall gelingt es uns diese bereits bei ca. 3 cm als vergrößerte Zyste darzustellen und auch zu beurteilen. In einem solchen Fall kann rechtzeitig medikamentös behandelt und ggf. eine Operation vermieden werden.

Unter Beachtung der oben genannten Informationen, empfehlen wir Ihnen, bei ihrer nächsten Untersuchung, eine Vaginal-Sonographie durchführen zu lassen.

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